FAQ
Häufige Fragen
Kurze Antworten zu Arbeitsbereich, Datenschutz, KI-Funktionen und Ihren Daten. Nutzen Sie die Suche oder filtern Sie nach Thema.
Erste Schritte
Was ist Psychiatrie.Ink?
Psychiatrie.Ink ist ein klinischer Schreib-Arbeitsbereich, entwickelt speziell für die psychiatrische Dokumentation: Aufnahme-Anamnesen, Verlaufseinträge, psychopathologische Befunde, Diagnosen, Medikationspläne, Laborwerte und Therapieplanung — alles in einem ruhigen, fallzentrierten Arbeitsbereich, mit optionaler KI-Unterstützung, die stets auf Ihre Freigabe wartet.
Wie lege ich meinen ersten Patientenfall an?
Nach der Anmeldung landen Sie auf dem Dashboard („Meine Patienten"). Klicken Sie auf die Schaltfläche für einen neuen Patienten, geben Sie einen Namen oder ein Arbeitskürzel ein — der Fall öffnet sich mit allen klinischen Bereichen: Anamnese, Verlauf, Diagnose, Labor, Medikation und Therapie. Patientenidentifikatoren werden in Ihrem Browser verschlüsselt, bevor irgendetwas gespeichert wird.
Gibt es eine Einführung und Hilfe für den Einstieg?
Ja. Beim ersten Anmelden führt Sie eine kurze Einführung durch den Ablauf, die klinischen Bereiche und die Rolle der KI. Sie beginnt mit einer optionalen Frage nach Ihrem Versorgungssetting (z. B. ambulant, stationär, forensisch), die die Fall-Übersicht auf Ihren Alltag abstimmt – später jederzeit änderbar. Zum Abschluss wählen Sie, ob Sie den vollständig dokumentierten Demo-Patienten erkunden oder direkt Ihren ersten Patienten anlegen möchten. Die Einführung ist überspringbar und lässt sich jederzeit über das Hilfemenü neu starten. Auf dem Dashboard begleitet Sie eine „Erste Schritte"-Checkliste bis zum ersten fertigen Dokument, kleine, sparsam dosierte Hilfe-Hinweise erklären einmalig die wichtigsten Bedienelemente, und leere Bereiche zeigen, was als Nächstes zu tun ist. Dezente, vollständig auf Ihrem Gerät berechnete Vorschläge helfen beim Strukturieren — nichts wird ohne Ihre Freigabe übernommen.
Kann ich die Ansicht an meinen Arbeitskontext anpassen (Station, Ambulanz, Psychotherapie …)?
Ja. Ein Produkt, mehrere Schwerpunkte: Wählen Sie Ihren Arbeitskontext (stationär, ambulant/Praxis, forensisch, Konsiliar-/Liaisondienst, Psychotherapie, Pflege, Therapieangebote oder allgemein) im Intro-Rundgang oder unter Einstellungen > Arbeitskontext. Er ändert nur die STANDARD-Reihenfolge und -Betonung von drei Bereichen — der Dashboard-Karten, der Abschnitte in der Fallübersicht und der Panels in der Visite. Eine Station stellt z. B. Visite und Labor voran, die Praxis Kalender und Arztbriefe. Rechte, Daten und Routen bleiben unverändert, und Sicherheitsinformationen werden nie ausgeblendet: Risiko, auffällige Werte und Backup-Hinweise stehen immer an erster Stelle. Jede Ansicht lässt sich selbst umsortieren und auf den Kontext-Standard zurücksetzen. Die Auswahl ist eine gerätebezogene Ansichtseinstellung — sie wird nicht synchronisiert und berührt Ihre Daten nicht.
Wie finde ich schnell Patient:innen, Dokumente oder Wirkstoffe?
Es gibt eine globale Suche, die alles erreicht: Drücken Sie überall in der App Cmd/Strg+K oder nutzen Sie die Schaltfläche „Suchen“ in der Kopfleiste. Sie öffnet sich als Overlay — die Patient:in und der Bereich, in dem Sie gearbeitet haben, bleiben dahinter geöffnet. Die Treffer sind gruppiert: Patient:innen (nach Name), die Dokumente des aktuellen Falls, die gesamte Wissensdatenbank (der vollständige kuratierte Wirkstoffkatalog, die verfassten ICD-10-/ICD-11-Diagnosekriterien nach Code und Titel, die Informationsmaterial-Themen und — bei geöffnetem Fall — die Therapieangebote), Vorlagen und Tests sowie schnelle Navigationsbefehle. Ein Treffer öffnet die passende Seite mit vorausgewähltem Eintrag (Wirkstoff im Medikamentenbrowser, Kriterienset im Diagnosekriterien-Browser). Gesucht wird als reine Textsuche auf dem Gerät mit Akzent-Faltung, sodass „Muller“ auch „Müller“ findet; es gibt keine KI, und weder Patientennamen noch Ihr Suchtext verlassen für die Suche je Ihren Browser. Mit den Pfeiltasten navigieren, mit ↵ öffnen, mit Esc schließen.
Welche Sprachen unterstützt der Arbeitsbereich?
Die gesamte Oberfläche ist auf Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch verfügbar. Die Sprache der öffentlichen Seite folgt der Domain (psychiatrie.ink ist Deutsch, psychiatry.ink Englisch); innerhalb der App legen Sie Ihre bevorzugte Sprache jederzeit in den Einstellungen fest.
Muss ich etwas installieren?
Nein. Psychiatrie.Ink läuft vollständig in einem modernen Browser auf Desktop und Tablet — es gibt nichts zu installieren und nichts zu warten. Der Arbeitsbereich ist für größere Bildschirme optimiert, denn klinische Dokumentation braucht Raum.
Kann ich das Ganze mit einem Demo-Patienten ausprobieren?
Ja. Für neue Konten wird ein synthetischer Demo-Patient angelegt, mit dem Sie Dokumentation, Diagnoseunterstützung, Medikationspläne und Laborverläufe erkunden können, ohne echte Daten anzufassen. Alle Demo-Inhalte sind deutlich gekennzeichnet und enthalten keine echten Patientendaten.
Kann ich die öffentliche Einführung ohne Animation nutzen?
Ja. Die Einführung besteht durchgehend aus vollständigem HTML: ein einleitendes Foto mit der Aussage „Jede Geschichte verdient Verständnis.“, zwei weitere Aussagen mit jeweils einem Szenenbild — „Verstehen braucht mehr als Notizen.“ und „Verbinden Sie, was zählt.“ — und die Produktaussage mit den Schaltflächen „Kostenlos starten“, „Anmelden“ und „So funktioniert es“. Auf Smartphones bleibt das Bild stehen und nur die Worte wechseln: Die drei Aussagen folgen nacheinander über dem Foto, danach legt sich die Produktaussage mit denselben drei Schaltflächen und der Vertrauenszeile darüber, gefolgt von den normalen Seitenabschnitten. Szenenbilder gibt es auf dem Smartphone nicht. Bei aktivierter Bewegungsreduktion oder ohne JavaScript erscheinen auf größeren Bildschirmen alle Aussagen, Szenen und die Produktaussage im normalen Seitenfluss. Auf Desktop-Geräten und Tablets läuft derselbe Inhalt als Scroll-Erzählung aus Überblendungen und einer Bewegung — ganz ohne WebGL oder Canvas. Tastatur- und Screenreader-Nutzende erreichen „Kostenlos starten“, „Anmelden“ und „So funktioniert es“ sofort; Foto und Szenenbilder sind für assistive Technologien ausgeblendet.
Was ist die India Edition von Psychiatrie.Ink?
Die India Edition erweitert den klinischen Arbeitsbereich um Funktionen für psychiatrische Ambulanzkliniken in Indien mit hohem Patientenaufkommen: ein organisationsweites Patientenregister (mit klinikinterner MRN/UHID, optionaler ABHA und Duplikatprüfung bei der Aufnahme – exakte MRN/UHID-Übereinstimmung plus eine normalisierte, exakte Kandidatenprüfung über Name + Geburtsdatum und Telefonnummer, berechnet aus geschlüsselten kryptografischen Digests direkt auf dem Gerät, sodass der Server niemals Klartext sieht; das findet dieselbe Person, wenn sie mit konsistent eingegebenen Angaben erneut registriert wird, führt jedoch keinen unscharfen, editier- oder abstandbasierten, phonetischen oder Rechtschreibvarianten-Abgleich durch), eine Tageswarteschlange (OPD-Token-Warteschlange) für Walk-in- und terminierte Patientinnen und Patienten sowie die Check-in-Verwaltung aus der Kalender-Tagesansicht. Die India Edition befindet sich in einer kontrollierten Pilotphase und steht nur Organisationen zur Verfügung, die für den Pilot freigeschaltet wurden – noch nicht aktivierte Arbeitsbereiche sehen diese Funktionen nicht.
Wie funktioniert die OPD-Token-Warteschlange?
Wenn die India-Warteschlangenfunktion für Ihre Organisation aktiviert ist, zeigt die Kalender-Tagesansicht ein Warteschlangen-Panel neben den Terminen. Patienten mit Termin werden direkt von dort eingecheckt; Walk-in-Patientinnen und -Patienten werden im Organisationsregister gesucht und mit einer Aktion eingecheckt. Jeder Check-in vergibt die nächste nummerierte Wartenummer (Q1, Q2, …) für Standort und Tag – die Vergabe erfolgt serverseitig, sodass Nummern auch bei mehreren gleichzeitig aktiven Empfangsgeräten nie doppelt vergeben werden. Warteschlangen-Statuspillen (wartend, aufgerufen, in Konsultation, abgeschlossen usw.) erscheinen neben jedem Termin im Kalender. Ist beim Check-in keine Netzwerkverbindung vorhanden, wird ein provisorischer lokaler Token (gekennzeichnet als P1, P2, …) in einem Gerät-Ausgangskorb gespeichert und beim Wiederverbinden automatisch übermittelt – die endgültige Servernummer kann von der provisorischen abweichen; provisorische Tokens werden stets getrennt von bestätigten angezeigt. Die Warteschlange ist an einen Klinik-Standort gebunden: Ihr erster Standort („Main Clinic“) wird automatisch angelegt, sobald ein Admin die Einstellungen → Warteschlangen-Standort zum ersten Mal öffnet; weitere Standorte lassen sich dort unter „Standorte verwalten“ hinzufügen oder umbenennen – ganz ohne Support-Anfrage.
Kann ich das tägliche Dashboard-Kunstwerk wechseln oder ausblenden?
Das Dashboard begrüßt Sie mit einem täglich wechselnden Kunstwerk. Über die kleinen Links „Gestern“ und „Morgen“ neben der Bildunterschrift können Sie einmal zum gestrigen Bild zurückblättern oder einen Blick auf das morgige werfen — bewusst nur einmal pro Tag, damit die tägliche Überraschung erhalten bleibt. Wer ein ganz ruhiges Dashboard bevorzugt, schaltet das Kunstwerk unter Einstellungen → Erscheinungsbild → Tagesbild ab; der Schalter gilt auf diesem Gerät für das klinische Dashboard und den Verwaltungsbereich.
Kann ich ein Profilbild hinzufügen?
Ja — unter Einstellungen → Konto → Profilbild. Das gewählte Bild wird auf Ihrem Gerät quadratisch zugeschnitten und verkleinert, bevor es hochgeladen wird, und erscheint dann im Kreis neben Ihrem Namen auf dem Dashboard sowie neben Ihrem Namen in den Teamlisten der Praxis, wo Ihre Kolleginnen und Kollegen es sehen können. Es ist Ihr eigenes Foto — nie Patientendaten — und lässt sich jederzeit wieder entfernen.
Datenschutz & Sicherheit
Wo werden Patientendaten gespeichert?
Patientenidentifikatoren (Name, Geburtsdatum) werden in Ihrem Browser verschlüsselt und ruhen ausschließlich verschlüsselt — die Schlüssel liegen auf Ihrem Gerät. Klinische Inhalte werden Ende-zu-Ende-verschlüsselt auf EU-gehosteter Infrastruktur gespeichert; dauerhaft gespeicherte oder protokollierte Identifikatoren im Klartext gibt es nicht. Bei einigen KI- und Diktatfunktionen können Identifikatoren vorübergehend an den Server übermittelt werden, damit klinischer Text vor dem Modellaufruf de-identifiziert bzw. transkribiert werden kann — sie werden dabei nur zur Verarbeitung genutzt, nicht gespeichert und nicht protokolliert. Ein optionales, mit Ihrer Passphrase verschlüsseltes Konto-Backup können Sie für Wiederherstellung und Gerätewechsel selbst aktivieren.
Gelangen Patientendaten jemals an die KI-Modelle?
Identifikatoren nicht. Zwei unabhängige Schutzebenen sichern jeden KI-Aufruf: Identifikatoren werden clientseitig verschlüsselt und sind nie Teil einer KI-Anfrage, und der Server de-identifiziert zusätzlich jeden klinischen Text, bevor er ein Modell erreicht. Werden dennoch identifizierende Muster erkannt, wird die Anfrage blockiert statt gesendet.
Setzen Sie Analyse- oder Tracking-Tools ein?
Nicht im klinischen Arbeitsbereich — die angemeldete Anwendung enthält keinerlei Analyse oder Tracking, und Patienten- oder Falldaten werden niemals erfasst. Auf unseren öffentlichen Marketing-Seiten (Startseite, Funktionen, Preise, Rechtsseiten) setzen wir Google Analytics und das Meta-Pixel (Werbemessung) ein, jeweils mit eigener Einwilligungskategorie: Nichts wird geladen, solange Sie nicht im Cookie-Banner „Alle akzeptieren“ wählen oder eine Kategorie in den Cookie-Einstellungen aktivieren; bei „Nur notwendige“ wird nichts geladen und keine Daten gehen an Google oder Meta. Ihre Auswahl können Sie jederzeit pro Kategorie auf der Seite der Cookie-Richtlinie ändern oder widerrufen.
Werden gescannte Dokumente und PDFs ausgelesen?
Nein — bewusst nicht. Scans und PDFs können Patientenidentifikatoren im Bild enthalten (Briefköpfe, Stempel), die sich nicht zuverlässig entfernen lassen. Deshalb liest das System sie gar nicht: Die Datei wird verschlüsselt als Dokument abgelegt, das Sie ansehen können, und es werden keine Inhalte extrahiert (keine OCR, weder auf dem Gerät noch auf dem Server). Strukturierte Angaben aus einem Scan erfassen Sie manuell. Automatisch ausgelesen werden nur Textformate (DOCX, TXT, CSV, XLSX, JSON).
Wo wird die Zuordnung zwischen Patient und Fallakte gespeichert?
Jede Fallakte trägt nur eine zufällige Kennung (UUID). Die Verbindung zwischen dieser Kennung und dem echten Patienten – Name und Geburtsdatum – liegt ausschließlich verschlüsselt vor: auf Ihrem Gerät im Tresor und, falls Sie das verschlüsselte Konto-Backup nutzen, auf dem Server nur innerhalb eines mit Ihrer Passphrase verschlüsselten Blocks. Der Server sieht z. B., dass „Fall a1b2c3… einen verschlüsselten Datensatz von 12 KB hat", aber nicht, dass a1b2c3… „Jane Doe, geb. 1980" ist. Selbst bei einem Server-Einbruch würden nur Chiffretext und nicht-identifizierende Metadaten sichtbar – keine Namen, keine Zuordnung, keine Fallinhalte und keine lesbaren gescannten Dokumente (Scans verlassen Ihr Gerät nur Ende-zu-Ende-verschlüsselt, wenn eine Praxis sie im Team teilt).
Was bedeutet „Zero-Knowledge" in der Praxis?
Die Schlüssel, die Patientenidentifikatoren schützen, existieren nur auf Ihren Geräten — wir können sie nicht lesen, und niemand, der unsere Server kompromittieren würde, könnte es. Die Kehrseite: Für Gerätezugang und Backups sind Sie selbst verantwortlich. Dafür bietet die App ein verschlüsseltes Konto-Backup mit Passphrase — für Wiederherstellung und Gerätewechsel.
Welche Speicher-Modi gibt es — und was passiert beim Löschen von Browserdaten?
Vier Modi, wählbar unter Einstellungen → Datenschutz: „Nur lokal" (alles bleibt im Browser), „Patientenliste synchronisieren" (Liste geräteübergreifend, Fallakten lokal), „Alles verschlüsselt synchronisieren" und „Nur Fallakte synchronisieren" (Fallinhalte Ende-zu-Ende-verschlüsselt in der Cloud, Name und Geburtsdatum nur auf dem Gerät). Die App fordert beim Anmelden persistenten Browser-Speicher an, damit der Browser lokale Daten nicht automatisch wegräumt. Wichtig trotzdem: Wer Browser- bzw. Websitedaten manuell löscht, löscht damit alle lokalen Fälle unwiederbringlich — exportieren Sie regelmäßig ein Tresor-Backup oder aktivieren Sie einen Sync-Modus. In Chrome und Edge können Sie zusätzlich einen lokalen Backup-Ordner wählen: Die App legt dort automatisch verschlüsselte Sicherungen Ihrer Fallakten ab, die auch das Löschen der Browserdaten überstehen — wiederherstellbar mit Ihrer Passphrase.
Können Kolleginnen und Kollegen in meiner Praxis meine Fälle sehen?
Nur wenn Sie sie teilen. Team-Arbeitsbereiche unterstützen Rollen und fallbezogene Zugriffsrechte mit Audit-Protokoll; Fallbesprechungen mit Kolleginnen und Kollegen nutzen standardmäßig de-identifizierte Fallpakete. Nichts wird automatisch geteilt.
Wie hält es Psychiatrie.Ink mit der DSGVO?
Das Produkt ist konsequent um DSGVO-Prinzipien herum aufgebaut: Datenminimierung, clientseitige Verschlüsselung der Identifikatoren, EU-Hosting, De-Identifikation vor jeder KI-Verarbeitung und jederzeit vollständiger Export Ihrer Daten. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) und die aktuelle Liste der Unterauftragsverarbeiter sind auf dieser Website veröffentlicht.
Wo sehe ich, wie das System aufgebaut ist?
Die Architektur-Seite erklärt das Kerndesign in klarer Sprache: den Zero-Knowledge-Patiententresor, das eine abgesicherte Gateway, das jeder KI-Aufruf passieren muss, und die drei benannten Systeme hinter dem Arbeitsbereich — Mira, die Wissenskuratorin, Noevia, eine deterministische klinische Inferenz-Engine, und CMEA, den Agenten für klinische Metadaten-Extraktion. Die Sicherheitsseite ergänzt Schritt-für-Schritt-Diagramme der Verschlüsselung mit konkreten Beispielen.
Wie wird die Patientenidentität in der India Edition geschützt?
Es gilt das gleiche Zero-Knowledge-Prinzip wie im Kernprodukt. Patientenidentität – Name, Geburtsdatum, Kliniknummern – wird auf den eigenen Geräten der Klinik verschlüsselt, bevor sie den Server erreicht. Der Server speichert ausschließlich Chiffretext und opake Tokens; er hält zu keinem Zeitpunkt Klarnamen oder Identifikatoren. Wenn die Rezeption eine Patientin oder einen Patienten aus dem Register für den Check-in auswählt, wird kein Name an den Server übertragen – nur eine interne, opake Kennung. Die Schlüssel, die diese Identitäten versiegeln, werden auf den Geräten der Klinik erzeugt und verbleiben dort; der Server kann sie nicht entschlüsseln. Vor der Inbetriebnahme muss ein mit einer Passphrase gesiegeltes Wiederherstellungspaket erstellt und ein Wiederherstellungstest durchgeführt werden, damit die Klinik nicht ausgesperrt ist, wenn das ursprüngliche Gerät verloren geht.
KI & Credits
Was kann die KI-Unterstützung konkret?
Klinische Texte entwerfen und strukturieren, Diktat mit Transkription, sprachgesteuerte Inline-Bearbeitung markierter Textstellen, Diagnosekriterien-Unterstützung, Zusammenfassungen und medikationsbezogene Prüfungen. Jede KI-Ausgabe ist ein Entwurf: Nichts wird in die Akte übernommen, bevor Sie es geprüft und freigegeben haben.
Stellt die KI Diagnosen?
Nein. Die Diagnosekriterien-Unterstützung (Butterfly) prüft dokumentierte Kriterien zuerst deterministisch und zieht KI nur für offene Punkte heran — und selbst dann bleibt das Ergebnis beratend, mit Evidenzzitaten. Eine Diagnose gelangt ausschließlich durch Ihre explizite klinische Entscheidung und Attestierung in die Akte. Auf der Diagnose-Seite führt eine beratende Evidenzmatrix jedes Kriterium mit seiner Quelle, seinem Status und der jeweiligen Unsicherheit zusammen; fehlt Evidenz, hält sie drei getrennte Zustände auseinander — als nicht vorhanden dokumentiert, nicht dokumentiert und nicht erhoben —, und alle offenen Entscheidungen werden direkt an den Kriterienzeilen getroffen, wobei nichts automatisch übernommen wird.
Was ist NOEVIA?
NOEVIA ist eine deterministische, regelbasierte Analyse, die die dokumentierten Befunde eines Falls zu einem strukturierten klinischen Überblick verdichtet — dimensionale Profile und Mechanismus-Hypothesen über 27 Dimensionen und 15 Mechanismus-Domänen, jede bis zur Quelldokumentation nachvollziehbar. Sie läuft vollständig auf Ihrem Gerät, nutzt in der Bewertung kein Sprachmodell und verbraucht keine KI-Credits. Sie ist ausschließlich beratend: Sie stellt keine Diagnose und schreibt nichts in die Akte — Ihre klinische Beurteilung entscheidet immer. Alle 27 Dimensionen und 15 Mechanismus-Domänen tragen aktive Regeln, sodass ein Durchlauf das vollständige Profil bewertet — jede Einschätzung bleibt beratend und steht stets unter Ihrem klinischen Urteil. Sie finden NOEVIA innerhalb einer Patientenakte im Reiter „Dimensionen" — solange NOEVIA aktiv ist, ersetzt dieser den früheren separaten Menüpunkt „Klinische Intelligenz". Ergebnisse bleiben verschlüsselt auf Ihrem Gerät gespeichert und erscheinen beim Öffnen des Reiters automatisch wieder — mit Datumsstempel und einem Hinweis, falls sich die Falldaten seither geändert haben. Der „Analysepfad" zeigt mit echten Zählwerten, wie die Bewertung entstanden ist; bei dünner Belegausbeute können Sie optional eine KI-Vertiefung auslösen, die über das abgesicherte Gateway zusätzliche Kandidaten-Signale liefert — sie verbraucht KI-Guthaben, bleibt als KI-Vorschlag gekennzeichnet und wird nie automatisch zur klinischen Wahrheit. Die Ergebnisse öffnen sich als Arbeitsbereich mit Reitern (Übersicht, Dimensionen, Mechanismen, Evidenz, Lücken, Änderungen): eine Übersichtskarte fasst das klinische Bild zusammen, und die Dimensionen sind in sieben klinische Familien mit schrittweiser Aufklärung gruppiert.
Was ist CMEA?
CMEA — der Clinical Metadata Extraction Agent — macht aus dem, was Sie dokumentieren, strukturierte, wiederverwendbare klinische Fakten. Ändern sich Abschnitte der Akte, liest er sie genau einmal in einem gebündelten Lauf — de-identifiziert, bevor etwas den Arbeitsbereich verlässt — und extrahiert Fakten wie Medikation, Symptome und Laborwerte, jeder mit Angabe seiner Quelle. Zuerst laufen deterministische Regeln; ein Sprachmodell kommt nur dort zum Einsatz, wo sie nicht reichen, und dessen Ergebnis bleibt als Vorschlag gekennzeichnet. CMEA behauptet nie eine Diagnose und schreibt nie in die Akte — er existiert, damit andere Funktionen eine geprüfte Extraktion wiederverwenden, statt die Akte erneut zu lesen. Das senkt zugleich KI-Nutzung und Kosten.
Was sind KI-Credits und wie funktionieren sie?
KI-Aktionen (Entwürfe, Diktat, Analysen) verbrauchen Credits — abhängig von Länge und Tiefe der Aufgabe. Werkzeuge wie Kurzverlauf und Übersetzen zeigen die geschätzten Kosten schon vor dem Start an. Ihr Tarif enthält ein monatliches Credit-Kontingent, zusätzliche Credits sind buchbar. Fällt Ihr Guthaben unter 100 Credits (und erneut unter 25), erhalten Sie einmalig eine E-Mail-Warnung — ohne wiederholte Erinnerungen. Sind die Credits aufgebraucht, funktionieren Schreiben, Bearbeiten und Exportieren uneingeschränkt weiter — nur die KI-Aktionen pausieren.
Welche KI-Modelle kommen zum Einsatz?
Psychiatrie.Ink leitet KI-Aufgaben an führende Modelle in drei Qualitätsstufen — Wirtschaftlich, Standard und Gründlich — plus eine ausdrücklich zuschaltbare Maximalstufe für die schwierigsten Aufgaben. Für Praxen mit entsprechenden Anforderungen steht eine Modelloption mit EU-Residenz bereit. Alle Aufrufe laufen unabhängig vom Anbieter durch dasselbe De-Identifikations-Gateway.
Wer pflegt die Medikamenten-Wissensdatenbank?
Die psychopharmakologische Wissensdatenbank wird mit Hilfe von Mira gepflegt, unserem internen Wissenskurations-System. Mira auditiert die Datenbank auf Lücken und Widersprüche, überwacht Quellen wie PubMed, Europe PMC und die FDA (openFDA) und bereitet vollständig nachvollziehbare Verbesserungsvorschläge vor — jede risikorelevante Änderung wird vor der Veröffentlichung ärztlich geprüft. Mira arbeitet ausschließlich auf der Wissensdatenbank und hat keinen Zugriff auf Patientendaten. Die Architektur-Seite beschreibt ihre Arbeitsweise. Direkt bearbeiten können den Katalog nur die redaktionellen Prüfer:innen; alle anderen schlagen über „Änderung vorschlagen“ im Wirkstoffeintrag eine Korrektur mit Quellenangabe vor oder melden ein Problem — beides landet in derselben redaktionellen Prüfliste.
Kann ich vollständig ohne KI arbeiten?
Ja. Die KI-Unterstützung ist optional und wird pro Aktion ausgelöst — nichts läuft im Hintergrund über Ihre Notizen, ohne dass Sie es anstoßen. Als reines Dokumentationswerkzeug ist der Arbeitsbereich voll funktionsfähig.
Dokumentation & Tools
Wie funktioniert die strukturierte Erfassung im Arbeitsbereich?
Die zentralen Dokumente eines Patientenfalls — Psychopathologischer Befund, Verlaufsdokumentation sowie Therapie und Verlauf — beginnen mit „Strukturiert erfassen": ein fokussierter Dialog mit klinischen Domänen, Auswahl-Chips (beim PPB die AMDP-Bereiche inkl. „o. B."-Schnellauswahl), Feldern und einer Live-Textvorschau. Beim Übernehmen entsteht normaler, editierbarer Text im Dokument. Freitext, Einfügen und Diktat bleiben jederzeit verfügbar — patientengebundene Dokumente führen dabei keinen freien Seitentitel mehr, ihre Identität ist Dokumenttyp, Patient und Datum. Die Anamnese öffnet direkt als eigene Seite mit einer Abschnitts-Leiste und einer Schreibkarte pro Abschnitt: Sie schreiben direkt hinein, ein Mikrofon-Umschalter auf der Schreibfläche diktiert in den aktiven Abschnitt, eine KI-Aktionszeile am Kartenende generiert auf Wunsch, und die strukturierten Befund-Abschnitte werden inline statt im Popup ausgefüllt. Eine Aktionsleiste neben dem Seitentitel wirkt auf das gesamte Dokument — Vorschau (eine bearbeitbare Gesamtansicht aller Abschnitte), Speichern, Kopieren, Drucken und Vidieren; beim Speichern zeigt eine Meldung an, dass das Dokument unter „Dokumente" abgelegt wurde, mit direktem Sprung dorthin. Auch die Suchtanamnese lässt sich strukturiert erfassen — eine Substanz-Checkliste öffnet pro angekreuzter Substanz ein kompaktes Detailraster, übrige Substanzen lassen sich als „kein Konsum" dokumentieren. In der diagnostischen Einschätzung können Diagnosen direkt erfasst werden: ICD-Suche, Klassifikation (standardmäßig Verdachtsdiagnose) und ausdrückliches Übernehmen durch die Ärztin oder den Arzt — in Patientenakten entsteht damit der Eintrag im Diagnose-Bereich, der ihn ab dann führt. „Speichern & weiter" sichert den Abschnitt und wechselt zum nächsten. Ein neuer Verlaufseintrag öffnet sich aus dem Fall in einer einzigen Aktion, mit Datum, Uhrzeit und Verfasser:in bereits vorausgefüllt — Text oder Diktat stehen im Vordergrund, die Strukturierung ist optional, sodass ein Eintrag nach dem Tippen in zwei Klicks gespeichert ist. Der psychopathologische Befund bietet zusätzlich eine schnelle, tastaturgeführte Erfassung mit den ausdrücklichen Zuständen „unauffällig", „auffällig", „unverändert" und „nicht beurteilt", die klar voneinander und von einem noch nicht erfassten Abschnitt unterschieden bleiben; die Übernahme des letzten Befunds übernimmt nur dessen Struktur, nie den früheren Befund, und das Ersetzen eines bestehenden Befunds zeigt stets einen Vergleich zum Prüfen, statt ihn stillschweigend zu überschreiben.
Werden Änderungen an einem Abschnitt protokolliert?
Ja. Jeder Abschnitt eines strukturierten Dokuments trägt ein Änderungsprotokoll-Symbol (ein Dokument mit Uhr) im Abschnittskopf — auf der Anamnese-Seite sitzt es neben dem Kopieren-Symbol des Abschnitts. Im Verlauf trägt jeder gespeicherte Eintrag dasselbe Symbol in seiner Aktionsleiste, und die Kopfleiste des Verlaufs öffnet ein Gesamtprotokoll über alle Einträge — inklusive der Einträge, die inzwischen gelöscht wurden. Das Protokoll ist schreibgeschützt und listet jede Änderung: Zeitpunkt, Herkunft (Eingabe, Einfügen, Diktat, KI-Generierung, Checkliste, Vorlage, Wiederherstellung, Löschung), Zeichen-Delta und den geänderten Textbereich; jede Fassung lässt sich vollständig einblenden, und die Ausgangsfassung schließt die Liste ab. Schnelle Tippfolgen werden zu einem Eintrag je Bearbeitungsphase zusammengefasst; bis zu 50 Fassungen pro Abschnitt oder Eintrag werden vorgehalten. Wie der Dokumenttext selbst wird das Protokoll verschlüsselt auf Ihrem Gerät gespeichert und — bei aktivierter Synchronisation — verschlüsselt synchronisiert.
Welche Dokumenttypen werden unterstützt?
Aufnahme- und Anamnesedokumentation, longitudinale Verlaufseinträge, psychopathologische Befunde, Diagnosen mit ICD-10/11-Kodierung, Medikationspläne, Labordokumentation mit Verläufen, Planung von Psychotherapie und komplementären Verfahren, Entlassberichte und Arztbriefe — plus wiederverwendbare Dokumentvorlagen.
Kann ich die Anamnese-Abschnitte anpassen?
Ja. Unter Einstellungen → Dokumentation → Anamnese-Abschnitte legen Sie fest, welche Abschnitte in neuen Anamnesen erscheinen: Vorgegebene Abschnitte lassen sich entfernen und später an ihrer klinischen Position wiederherstellen, eigene Abschnitte ergänzen Sie mit selbst gewähltem Titel. Bereits dokumentierte Inhalte bleiben in gespeicherten Dokumenten erhalten — entfernte Abschnitte erscheinen nur in neuen Anamnesen nicht mehr. Ein Abschnitt bleibt immer bestehen, und der Standard lässt sich jederzeit wiederherstellen.
Wie funktioniert die Prüfung vor dem Export bei Entlassbriefen?
Beim Erstellen eines Entlassbriefs (Arztbrief oder englische Discharge Summary) bleiben KI-erstellte Abschnitte Entwürfe, bis Sie sie prüfen. Ein gestuftes Panel führt durch den Abschluss: Sie wählen gezielt aus, welche fehlenden oder ungeprüften Abschnitte erstellt werden — bereits geprüfte oder bearbeitete Abschnitte sind geschützt und werden nie durch eine Sammelerstellung überschrieben; eine Prüfliste zeigt jeden erstellten Abschnitt als „Prüfung offen", „von Ihnen bearbeitet" oder „übernommen" (Bearbeiten und Übernehmen bleiben getrennt, nichts wird automatisch übernommen); und eine auf Wunsch ausgeführte Abschlussprüfung — deterministisch, ohne KI — vergleicht die Entlassmedikation mit Ihrem Medikationsplan, den Diagnosenabschnitt mit den erfassten Diagnosen und prüft, ob ein Abschnitt zum weiteren Vorgehen vorhanden ist; Hinweise verweisen jeweils auf ihre Quelle. Für den Abschnitt „Therapie und Verlauf" lässt sich der Zielumfang der Generierung wählen (kompakt, standard oder detailliert). Export und Druck bleiben gesperrt, bis jeder KI-erstellte Abschnitt geprüft (übernommen oder bearbeitet) ist, und die Schaltfläche nennt die Anzahl der noch offenen Abschnitte. Ein rein manueller Brief ohne KI-Abschnitte wird wie bisher exportiert.
Was passiert, wenn ich ein Medikament absetze?
Beim Wechsel auf den Status „abgesetzt" öffnet sich im selben Dialog ein kurzer strukturierter Schritt: ein Absetzgrund ist Pflicht (feste klinische Auswahl — unzureichendes Ansprechen, Nebenwirkung, Wechselwirkung, Remission, Patientenwunsch, Umstellung — oder Freitext), Ansprechen und Ausschleichschema sind optional. Der bisherige Änderungsverlauf bleibt vollständig und unverändert erhalten; der erfasste Kontext ist im Verlauf des Medikaments schreibgeschützt einsehbar. Das abgesetzte Präparat erscheint anschließend automatisch unter „Bisher versuchte Medikamente" — mit Grund, Ansprechen, Dosis bei Absetzen und Behandlungsdauer. Zusätzlich kann jeder Medikationseintrag optional eine Quellenangabe tragen (vom Patienten berichtet, Vorbefund/Arztbrief, eigene Verordnung, importiert, Sonstiges).
Wie funktioniert das Hinzufügen und Abgleichen eines Medikaments?
Das Hinzufügen öffnet ein geführtes, mehrstufiges Formular: (1) das Präparat über die Wissensdatenbank-Suche, mit der hinterlegten Referenz-Einzeldosis/-Tagesdosis nur zur Orientierung — nie vorbelegt; (2) Dosis, Applikationsweg und Einnahmezeitpunkt, inklusive Bedarfsmedikation (PRN) mit ausdrücklicher Maximaldosis pro Tag; (3) Herkunft der Angabe (vom Patienten berichtet, Vorbefund/Arztbrief, eigene Verordnung, importiert, sonstige) und Datum; danach ein Prüfen-und-Bestätigen-Schritt. Ein minimaler Eintrag sind drei Klicks: Hinzufügen, Präparat wählen, bestätigen. Jeder Eintrag kann als bestätigt oder unbestätigt markiert werden und bleibt sichtbar als „unbestätigt“ gekennzeichnet, bis Sie ihn bestätigen. Vor dem Bestätigen zeigt der Prüfschritt eine deterministische Sicherheitsübersicht — neue Wechselwirkungen des Präparats mit dem aktuellen Regime sowie die erforderlichen Kontrollen — rein hinweisend; sie blockiert das Speichern nie und meldet bei fehlenden Referenzdaten „nicht prüfbar“, statt „keine Wechselwirkungen“ zu suggerieren. Jedes Hinzufügen, Ändern, Absetzen, Entfernen und Bestätigen wird in einem unveränderlichen, nur anhängenden Änderungsprotokoll je Fall festgehalten, das schreibgeschützt aus dem Plan einsehbar ist.
Wie navigiere ich in einem langen Verlauf?
Auf breiten Bildschirmen (ab etwa 1400 Pixeln) blendet der Verlauf links einen „Verlauf-Navigator“ ein — die Leserspalte rückt dadurch zugleich in die Bildschirmmitte. Der Navigator enthält drei Dinge: eine kompakte Behandlungsübersicht (Hauptdiagnose, Behandlungstag, dokumentierter Allergiestatus — ist nichts dokumentiert, steht dort ausdrücklich „Nicht dokumentiert“ und nie „keine Allergien“), ein nach Monaten gruppiertes Datums- und Ereignisverzeichnis aller gerade angezeigten Einträge, in dem heutige Einträge und die Aufnahme markiert sind und ein Klick zum jeweiligen Eintrag springt, sowie die Quellenfilter (Manuell, Aufnahmebefund, Medikation, Psychotherapie …) mit Anzahl je Quelle. Solange der Navigator sichtbar ist, ersetzt er das Filter-Menü der Werkzeugleiste — es bleibt derselbe Filter, nur an einer Stelle. Der Navigator führt ausschließlich innerhalb der Akte; die klinischen Bereiche bleiben in der linken Hauptnavigation. Auf schmaleren Bildschirmen zeigt der Verlauf weiterhin die bisherige Ansicht mit Filter-Menü.
Wie erfasse ich einen EKG- oder EEG-Befund?
Über die Karte „Befundung (EKG/EEG)" im Arbeitsbereich. Die Karte öffnet die Seite direkt — die Wahl zwischen EKG und EEG treffen Sie auf der Seite selbst über die Schaltflächen „+ EKG" bzw. „+ EEG" (in der Befundliste links und im leeren Zustand). Gespeicherte Befunde erscheinen in der Liste und lassen sich kopieren, bearbeiten, löschen und vidieren.
Wie dokumentiere ich einen Befund ohne Patientenakte?
Im patientenlosen Arbeitsbereich öffnet die Karte „Befund dokumentieren" u. a. den somatischen und den neurologischen Befund. „Geführt ausfüllen" fragt jede Untersuchungskomponente einzeln ab — beim neurologischen Befund: Bewusstsein und Orientierung, Sprache, Hirnnerven, Motorik, Sensibilität, Reflexe, Koordination, Gangbild, Extrapyramidalmotorik, fokale Defizite sowie Anfälle/Synkopen — und erzeugt am Ende ein strukturiertes Befunddokument mit einer beschrifteten Zeile je untersuchter Komponente; nicht dokumentierte Komponenten werden weggelassen, nie erfunden. Das Ergebnis prüfen und bearbeiten Sie im Anschluss und speichern es als Notiz. Ein versehentlicher Klick neben das Eingabefenster verwirft Ihre Eingaben nicht mehr: Sobald etwas erfasst ist, schließt das Fenster nur noch über Abbrechen/X (oder Escape), und beim erneuten Öffnen setzen Sie an derselben Stelle fort. Auch die Freitext-Variante „Mit KI optimieren" liefert den vollständigen, komponentenweise gegliederten Befund statt einer Ein-Satz-Zusammenfassung.
Kann ich Diagnosekriterien nachschlagen?
Ja. In der Wissensdatenbank gibt es einen reinen Referenz-Browser für Diagnosekriterien mit zwei umschaltbaren Katalogen: ICD-10 (nach den Kapiteln F0–F9 gegliedert) und ICD-11 (nach den eigenen ICD-11-Abschnitten gegliedert). Jeder Katalog listet alle Störungen unter aufklappbaren Kapitelüberschriften; klappen Sie ein Kapitel auf, um seine Störungen zu durchsuchen, oder suchen Sie nach Name, dem Code des jeweiligen Katalogs oder Kriterientext. Zu jeder Störung sehen Sie die Kriteriengruppen in der aktiven Klassifikation, Code-Chips (ICD-10, ICD-11, DSM-5-TR), Quelle und Differenzialdiagnosen; beim Umschalten des Katalogs wird dieselbe Störung in der anderen Klassifikation dargestellt. ICD-11-Untercodes zeigen nur die jeweils zutreffenden hinterlegten Schweregrad- oder Subtypkriterien; gelten die Kriterien des übergeordneten Eintrags gemeinsam, weist der Browser ausdrücklich darauf hin. ICD-10-Untercodekriterien werden nicht in ICD-11-Bäume gemischt. Der Browser ist ausschließlich zum Nachschlagen — keine Diagnosestellung, keine Bewertung; die Kriterien sind eigenständige Paraphrasen.
Wie funktioniert das Diktieren?
Klicken Sie im Editor auf das Diktier-Element und sprechen Sie — die Transkription wird als Text eingefügt. Vor der ersten Aufnahme bestätigen Sie per Checkbox, dass die Einwilligung der Patientin / des Patienten vorliegt; ohne diese Bestätigung startet keine Aufnahme (beim Wechsel zu einem anderen Fall wird erneut gefragt). Sie können außerdem eine beliebige Passage markieren und eine gesprochene oder getippte Anweisung geben (Tastenkürzel ⌘⌥B) — die KI schlägt eine Überarbeitung vor, die Sie annehmen, verwerfen oder erneut ausführen lassen.
Kann ich Dokumente vidieren (signieren und sperren)?
Ja. In der Detailansicht eines Dokuments im Bereich Dokumente gibt es die Aktion „Vidieren". Dabei werden Name und Zeitpunkt festgehalten; das Dokument ist danach schreibgeschützt — Bearbeiten und „Im Arbeitsbereich öffnen" entfallen. Vidierte Dokumente lassen sich weiterhin duplizieren, exportieren und drucken. Für Änderungen erstellen Sie über „Duplizieren" eine bearbeitbare, unsignierte Kopie; das vidierte Original bleibt unverändert.
Tragen gedruckte Dokumente und PDF-Exporte ein Branding?
Nur produktgenerierte Ausgaben: Übersichten, Labortabellen, Medikations- und Therapiepläne, Vorlagen und generierte Dokumente, Patientenmaterialien und ähnliche Exporte tragen eine dezente „Psychiatry.ink"-Kopfzeile — eine Serifen-Textzeile mit Haarlinie darunter, kein Logo-Bild. Offizielle ärztliche Dokumente werden immer ohne Branding gedruckt: Rezepte, Arztbrief, Entlassbrief und ärztliche Atteste. Bearbeitbare Word-Downloads erhalten keinen Aufdruck.
Was passiert, wenn ich etwas versehentlich lösche?
Löschaktionen sind bewusst abgesichert: Wiederherstellbare Objekte — etwa Aufgaben (To-Dos), persönliche Notizen oder archivierte Patienten — werden sofort entfernt, und ein 10-Sekunden-Hinweis mit „Rückgängig" stellt sie bei Bedarf mit einem Klick wieder her. Endgültige Löschungen (z. B. Vorlagen oder Therapieeinträge) fragen vorher in einem Dialog nach, der das betroffene Objekt benennt. Klinische Statusänderungen wie das Absetzen eines Medikaments werden ebenfalls per Dialog bestätigt — der Medikationsverlauf bleibt dabei vollständig erhalten.
Gibt es einen Visitenmodus für Station und Praxis?
Ja. Über das Dashboard öffnen Sie die Visite — auf Station wie in der Praxis: Termine aus dem heutigen Kalender werden automatisch übernommen, weitere Patienten fügen Sie per Suche hinzu und ordnen die Reihenfolge per Drag & Drop. Pro Patient zeigt die Visitenansicht Diagnosen, aktuelle Medikation (direkt bearbeitbar, inkl. letzter Änderung), Sicherheitshinweise mit Risiko-Aktualisierung, die letzten Verlaufseinträge, auffällige Laborwerte und das letzte EKG — plus dieselben adaptiven Schnellaktionen wie die Übersicht (geführte Verlaufsnotiz, Diktat, Risiko-Update, Medikationsänderung u. a.), eine Aufgaben-Box (Aufgaben speichern nur die Fall-ID, nie den Patientennamen) und ein Schnelleintrag-Feld für die Verlaufsnotiz, auf Wunsch mit KI ausformuliert (Vorschlag wird erst nach Ihrer Prüfung übernommen). Jeder Patient öffnet mit einer deterministischen Übersicht „Seit dem letzten Besuch" — aktuelle Änderungen, Sicherheit, Medikation und fällige Aufgaben zuerst, ausschließlich aus Datenzeitstempeln abgeleitet, ohne KI-Priorisierung. Mit Vor/Zurück oder dem Tastenkürzel Alt+Links / Alt+Rechts wechseln Sie zwischen den Patienten (bei einer nicht gespeicherten Notiz wird zuvor gefragt), die Visite setzt beim selben Patienten fort, wenn Sie zurückkehren, und die vollständige Fallakte ist einen Klick entfernt.
Was ist die Butterfly-Diagnosekriterien-Unterstützung?
Butterfly gleicht Ihre Dokumentation mit operationalisierten Diagnosekriterien ab, zeigt, welche Kriterien erfüllt, nicht erfüllt oder unklar sind, und schlägt für die unklaren Punkte gezielte Fragen vor. Sie entscheiden jeden Punkt klinisch (vorhanden / nicht vorhanden / unklar) — Ihre Attestierungen, nicht die KI, sind die maßgebliche Quelle.
Was bietet der Bereich Psychotherapie?
Ein eigener Psychotherapie-Arbeitsbereich im Folio-Layout — mit serifiger Kopfzeile, Statuschip und Dokumentaktionen (Kopieren, Herunterladen, Drucken, Versionsverlauf) sowie einer Abschnittsleiste, die zu jedem Abschnitt anzeigt, ob er ausgefüllt ist: Überblick, Fallkonzept (geführte SORKC-Verhaltensanalyse und kognitive Konzeptualisierung nach Beck plus Makroanalyse), Therapieziele mit Erfolgskriterien, phasenbasierte Therapieplanung, Sitzungsdokumentation, Übungen und Hausaufgaben, Evaluation mit Messwertverläufen und Zielerreichung sowie Rückfallprophylaxe. Sitzungen lassen sich kurz, detailliert, per Diktat oder als Freitext dokumentieren und erscheinen als reguläre Einträge im Verlauf. Der Versionsverlauf sichert Planstände — manuell mit Bezeichnung, automatisch bei jeder Zwischenbilanz sowie vor Wiederherstellung und Löschung — und erlaubt es, frühere Stände einzusehen, herunterzuladen oder wiederherzustellen; alles Ende-zu-Ende-verschlüsselt wie der Plan selbst.
Trifft die KI in der Psychotherapie Behandlungsentscheidungen?
Nein. Die sechs KI-Aktionen — Fallkonzept, Zielvorschläge, Therapieplan, Hausaufgaben, Sitzungszusammenfassung und Rückfallprophylaxe — liefern editierbare Entwürfe, abgestimmt auf das gewählte Verfahren. Gesendet wird nur de-identifizierter Plankontext, und nichts gelangt in die Akte, bevor Sie es geprüft und ausdrücklich übernommen haben.
Wie dokumentiere ich Gruppen- und Begleittherapien (Therapieangebote)?
Der Therapie-Bereich beginnt mit den Therapieangeboten: ein Katalog von über 120 parallelen Behandlungsangeboten — von Psychoedukation über Skills- und Stressbewältigungsgruppen bis Ergo- und Bewegungstherapie — plus eigene Therapien. Jedes Angebot wird als kompakte Karte mit Status, Format und Planung geführt; Einheiten dokumentieren Sie in einer kurzen strukturierten Maske, aus der ein regelbasierter Notiztext sofort und kostenfrei entsteht. Ein optionaler KI-Entwurf nutzt ausschließlich Ihre eingetragenen Beobachtungen und wird nur nach ausdrücklichem Übernehmen gespeichert; auf Wunsch fließt die Notiz in den Verlauf. Direkt darunter erstellt der Bereich Informationsmaterial patientenverständliche Handouts aus geprüften Fallangaben — jedes Material wird erst nach Prüfung und Freigabe durch die Behandler:in gedruckt und ersetzt keine individuelle ärztliche Aufklärung. Neu sind eine Übersicht im Längsschnitt, ein Baukasten für eigene Therapien mit wiederverwendbaren, patientendatenfreien Vorlagen, echte Verknüpfungen zu Diagnose, Therapieziel und Kalendertermin sowie ein druckbarer Therapieplan.
Kann ich ein Konsil anfordern?
Ja, und es läuft in drei klaren Phasen — Vorbereiten, Austauschen, Abschließen — mit einer durchgehenden Kopfzeile, die Fragestellung, freigegebene Unterlagen, Beteiligte und Status zeigt. In der Vorbereitung stellen Sie die Anfrage zusammen und wählen die Fallabschnitte, die den Fall verlassen; nichts ist vorausgewählt (Minimalprinzip), und eine Live-Vorschau samt De-Identifikations-Hinweis zeigt genau, was den Fall verlässt — wahlweise de-identifiziert oder pseudonymisiert. Nach dem Senden ist der freigegebene Umfang als „freigegeben" fixiert. Reicht der Konsiliar den Bericht ein, erscheint er zur Prüfung — er ist beratend, Sie markieren ihn ausdrücklich als geprüft, und „In Fallakte zurückführen" legt den geprüften Bericht als zugeschriebenes Dokument im Fall ab. Sie übergeben per Druck oder Datei-Export — oder online: Der Zugangslink öffnet eine sichere Konsiliar-Ansicht ganz ohne Konto — zum Entsperren gibt die Konsiliarin bzw. der Konsiliar zusätzlich das Geburtsdatum des Patienten ein, und sowohl die freigegebenen Unterlagen als auch der zurückkommende Bericht sind Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Ein weitergeleiteter Link allein gibt nichts preis; das Geburtsdatum erreicht unsere Server nie. Damit ist die Online-Übergabe sicherer als ein Ausdruck im Umschlag oder ein E-Mail-Anhang — unterwegs nichts lesbar, Zugriff jederzeit widerrufbar, jeder Zugriff protokolliert.
Wie kommen Laborwerte in den Arbeitsbereich?
Beim Hinzufügen wählen Sie zuerst: manuelle Eingabe einzelner Werte (Parameter, Wert, Einheit, Referenzbereich) oder Befund-Import — Befundtext einfügen, der Parser extrahiert die Werte in strukturierte Einträge; CSV-/Excel-Dateien importieren Sie über den Integrations-Hub. Die Werte werden mit Referenzbereichen, Trendgrafiken über die Zeit und optionaler Korrelation mit Medikationswechseln angezeigt. Auffällige Werte erscheinen zusätzlich in einer Prüfliste oben auf der Laborseite, bis Sie sie abzeichnen — der gespeicherte Wert bleibt dabei unverändert. Fügen Sie versehentlich einen EKG-, EEG- oder Bildgebungsbefund statt Laborwerten ein, erkennt die Einfügezone das und bietet an, den Text mit einem Klick als Befund-Entwurf im passenden Diagnostik-Bereich abzulegen.
Gibt es Vorlagen, die ich wiederverwenden oder teilen kann?
Ja. Die Vorlagen-Bibliothek enthält klinische Dokumentvorlagen und Erhebungsinstrumente, und über die Community-Bibliothek laden Sie von Kolleginnen und Kollegen geteilte Vorlagen herunter (mit Bewertungen) oder veröffentlichen eigene. Die mitgelieferten Startvorlagen führen immer eine vollständige Dokumenten-Identitätszeile (Name, Geburtsdatum, Datum) mit. Instrumente füllen Sie mit einem Klick pro Antwortstufe aus (mit laufendem Gesamtwert); unbeantwortet gedruckt oder exportiert erscheinen sie als Ankreuz-Formular für die Papiererhebung, und lange Dokumente werden im Druck sauber auf A4-Seiten umbrochen statt abgeschnitten. Auch Vorlagen drucken als ausfüllbare Formulare: Leere Textfelder erscheinen als linierte Schreibfläche, Auswahl- und Ja/Nein-Felder als Ankreuzkästchen und nicht generierte KI-Abschnitte als freie Schreibfläche — nie als KI-Anweisung. Abstands- und Seitenumbruch-Blöcke im Baukasten steuern das Druckbild. Vorlagen enthalten niemals Patientendaten.
Wie erstelle ich Patientenaufklärungen — und was steht am Ende des Dokuments?
Mit „Patientenaufklärung — Thema frei wählbar" erstellen Sie patientenfreundliche Aufklärungen zu Medikamenten, Erkrankungen, Therapien oder freien Themen — abschnittsweise KI-generiert und erst nach Ihrer Freigabe final. Beim Eintippen des Themas werden vorhandene eigene Aufklärungen und passende Vorlagen aus Bibliothek und Community angeboten, damit nichts doppelt generiert wird. Jede Ausgabe — Druck, PDF, Word, Text, Zwischenablage und die gespeicherte Notiz — endet mit einem Einverständnis-Abschnitt (Ankreuzfelder und Unterschriftszeilen für Patient:in und Ärzt:in). Freigegebene Aufklärungen lassen sich als Vorlage in die Bibliothek übernehmen, und pro Dokument werden Erstellt-/Geändert-Metadaten samt Änderungsverlauf mitgeführt. In der Medikation lässt sich die Aufklärung außerdem direkt für den gesamten Plan, für ausgewählte oder für einzelne Wirkstoffe erstellen; liegt für einen aktiven Wirkstoff bereits eine freigegebene Aufklärung in der Wissensdatenbank vor, wird sie dort automatisch angeboten.
Wie funktionieren Rezepte und ärztliche Bescheinigungen in der India Edition?
Beides sind lokale Druckgeneratoren: „Rezept erstellen“ (in der Werkzeugleiste des Medikamentenplans und in der Visite-Patientenansicht) druckt ein Rezept, vorausgefüllt aus dem aktiven Medikamentenplan, und „Bescheinigung erstellen“ (auf der Dokumente-Seite des Patienten und in der Visite) druckt eine Arbeitsfähigkeits-/Ruhebescheinigung – die Patientenidentität wird auf dem Gerät eingesetzt und nie an den Server übertragen. Die Diagnose ist bei beiden optional: Eine Auswahl übernimmt eine oder mehrere Falldiagnosen mit aufgelöstem Titel (jede Auswahl wird angehängt, Duplikate werden übersprungen) oder lässt sie ausdrücklich weg; eine Bescheinigung ohne Diagnose verwendet die Formulierung „in meiner ärztlichen Behandlung“ statt einer Erkrankungsangabe. Der Briefkopf stammt aus Ihren Profileinstellungen, und die gemeinsame Option „Ohne Briefkopf drucken“ lässt den Kopf frei – für Kliniken, die auf eigenem Rezeptpapier drucken. Der Rezeptpapier-Designer („Rezeptpapier gestalten“, in beiden Generatoren und in der Vorlagen-Bibliothek) erzeugt Ihr eigenes druckbares Briefpapier – aus dem Profil vorausgefüllt, jede Zeile anpassbar, mit Design- und Layoutvarianten und Live-Vorschau.
Daten & Integrationen
Kann ich Daten aus anderen Systemen importieren?
Ja — ein Import-Einstieg fragt, was Sie importieren (Dokumente, Laborwerte oder strukturierte Falldaten), und öffnet den passenden Ablauf. Der Import läuft in klaren Schritten (Datei → Erkennen → Zuordnen → Bestätigen), das Format (Psychiatrie.Ink-JSON, FHIR-Bundle, CSV-/Excel-Tabellen, CDA/XML-Dokumente) wird automatisch erkannt. Vor der Übernahme sehen Sie eine ausdrückliche Vorschau — Neu, Aktualisierungen, Duplikate und jede ausgeschlossene Zeile mit Begründung, sodass nichts stillschweigend verworfen wird — und ohne Ihre Bestätigung wird nichts geschrieben. Schlägt eine Zeile fehl, wird sie zur Prüfung markiert, ohne Ihre übrigen Korrekturen zu verwerfen. Für Tabellen können Sie eine wiederverwendbare Spaltenzuordnung speichern (nur Struktur — Spalten- und Feldnamen sowie Formatregeln, niemals Zellinhalte). Übernommene Untersuchungsbefunde landen dort, wo Sie sie klinisch erwarten: Als EKG, EEG oder Röntgen erkannte Befunde erscheinen als Entwurf im passenden Diagnostik-Bereich, CCT- und MRT-Befunde im Bereich Bildgebung — jeweils zusätzlich gespiegelt im Dokumentenarchiv; Laborwerte gehen wie gewohnt ins Laborarchiv.
Kann ich meine Fälle exportieren?
Jederzeit. Ein Export-Einstieg lässt Sie den Umfang (dieser Fall, eine Auswahl oder Bibliotheksinhalte) und das Format wählen — Psychiatrie.Ink-JSON (vollständig, re-importierbar), FHIR-R4-Bundle, CSV-/Excel-Tabellen oder ein lesbares PDF-Paket. Der Export läuft in Schritten (Umfang → Format → Vorschau → Export), und vor der Erzeugung der Datei zeigt ein ausdrücklicher Datenschutz-Hinweis, ob sie Patientenidentität enthält und dass die Datei den geschützten Speicher verlässt. Es gibt keinen Daten-Lock-in.
Bekomme ich meine Termine in meine Kalender-App?
Ja. Termine lassen sich als Standard-Kalenderdatei (.ics) exportieren, die mit Apple-, Google- und Outlook-Kalendern funktioniert. Die Einträge sind standardmäßig datenschutzneutral formuliert („Psychiatrie.ink-Termin") — weder Patientennamen noch klinische Inhalte verlassen den Arbeitsbereich, sofern Sie es nicht ausdrücklich anders festlegen.
Können sich Termine wiederholen — auch ohne Wochenenden?
Ja. Beim Anlegen eines Termins wählen Sie eine Wiederholung (täglich, wöchentlich, alle zwei Wochen, monatlich) und beenden die Serie nach einer Anzahl von Terminen oder zu einem Datum (bis zu 52). Tägliche Serien bieten „Wochenenden überspringen": Samstag und Sonntag werden ausgelassen und verbrauchen die Anzahl nicht — aus einer täglichen Serie mit zehn Terminen werden zehn Werktagstermine. Jeder Termin der Serie ist ein normaler Termin, den Sie einzeln bearbeiten oder absagen können.
Gibt es eine Anbindung an mein Klinik- oder Praxissystem (KIS/PVS)?
Ein geführter Assistent hilft Ihnen, den Datenaustausch mit Klinik-, Praxis- und Laborsystemen einzurichten — orientiert an den in Ihrer Region üblichen Standards. Dateibasierter Austausch (FHIR, HL7, CSV) funktioniert bereits heute; direkte Live-Anbindungen sind vorbereitet, bleiben aber bewusst deaktiviert, bis ein sicheres Zugangsdaten-Management steht.
Was passiert mit meinen Daten, wenn ich kündige?
Sie können jeden Fall vollständig exportieren (JSON, FHIR, PDF) — vor oder nach der Kündigung. Die Kontolöschung entfernt Ihre Daten aus unseren Systemen; da die Identifikatoren mit Ihren Schlüsseln verschlüsselt sind, waren sie für uns ohnehin nie lesbar.
Praxis & Team
Was ist der Praxis-Modus und was ist enthalten?
Der Praxis-Modus erweitert dieselbe Anwendung um einen Team-Workspace: Sie laden Mitglieder per E-Mail-Link ein, vergeben Rollen (Admin/Psychiater:in, Psycholog:in/Psychotherapeut:in, Empfang/Assistenz, Therapeut:in, Leser:in), teilen Fälle gezielt, kommunizieren über Team-Notizen, Übergaben und Aufgaben und sehen ein Aktivitäts-/Audit-Log. Praxis Starter enthält bis zu 4 Plätze (1 Arzt/Ärztin, 1 Psychologe/Psychologin, 1 Empfang, 1 flexibler klinischer Platz) und 1.500 geteilte KI-Credits pro Monat; größere Tarife erweitern Plätze, Credits und Berechtigungstiefe. Freie höherwertige Plätze können abwärts besetzt werden — etwa ein zweiter Empfangsplatz auf einem freien Psychologen- oder Flex-Platz. Nach der Aktivierung führt ein Einrichtungsleitfaden im Praxis-Dashboard durch die ersten Schritte — Team einladen, Kontingente und ggf. die verschlüsselten Kartei-Schlüssel — und alles darin lässt sich später in den Einstellungen anpassen. Ein druckbarer Schritt-für-Schritt-Leitfaden (drucken oder als PDF speichern) steht in der App im Praxis-Dashboard bereit.
Wo finde ich die Praxisverwaltung und die Admin-Werkzeuge?
Im Verwaltungs-Dashboard: Wechseln Sie oben in der Dashboard-Leiste zwischen „Klinisch“ und „Verwaltung“ (sichtbar für Praxis-Mitglieder und Administrator:innen). Es sieht aus wie das klinische Dashboard — Hero-Bild, Übersichtskarten für Credits, Team-Plätze und den geteilten KI-Pool — und bündelt alle Verwaltungsflächen als große Karten statt der früheren kleinen Schaltflächen: den Praxis-Workspace (Team, Rollen, Fallfreigaben, Nutzung, Abrechnung), den Integrations-Hub, Credits und für Systemadministrator:innen die Review-Konsolen. Derselbe Schalter führt direkt zurück zum klinischen Dashboard.
Wie funktioniert der geteilte KI-Credit-Pool?
Das Praxis-Abo läuft über das Konto der Praxisinhaber:in, dessen Guthaben zum gemeinsamen Pool wird: Jede KI-Nutzung eines aktiven Mitglieds wird daraus abgebucht. Die Praxisleitung kann optional pro Mitglied ein monatliches Credit-Limit setzen, sieht die Nutzung pro Mitglied im Praxis-Dashboard und erhält Warnungen, bevor der Pool zur Neige geht. Zusätzliche Credit-Pakete und automatische Aufladung stehen wie in der Einzelnutzung zur Verfügung.
Was sieht Empfang/Assistenz — und was nicht?
Standardmäßig nur Termine, Aufgaben und Verwaltungsdaten. Klinische Notizen, Diagnosen, Medikation, Laborwerte, Risikoeinschätzungen und Psychotherapie-Inhalte sind ausgeschlossen — nicht nur per Oberfläche, sondern kryptografisch: Ohne freigegebenen Fallschlüssel lassen sich klinische Inhalte und Team-Notizen gar nicht entschlüsseln. Die Praxisleitung kann einzelne Berechtigungen (z. B. „Klinische Inhalte einsehen") pro Person ausdrücklich freischalten.
Was passiert, wenn ein Praxisgerät seinen Sicherheitsschlüssel verliert (z. B. nach dem Löschen der Browserdaten)?
Das Gerät repariert sich selbst: Beim nächsten Öffnen erstellt es einen neuen Schlüssel, der alte veröffentlichte Schlüssel wird automatisch und nachvollziehbar abgelöst — niemals stillschweigend überschrieben. Die Person am Gerät sieht einen Hinweis, dass der Geräteschlüssel erneuert wurde, und die Registrierungsseite erklärt den nächsten Schritt, statt einen generischen Fehler zu zeigen. Weil sich der Schlüssel geändert hat, muss eine Administratorin oder ein Administrator das Gerät einmal neu freigeben (Einstellungen → Registrierungsschlüssel → „Geräten des Teams Zugriff geben"); der Zugriff des alten Schlüssels wird dabei automatisch entzogen. Verwaltung und Registrierung funktionieren danach wie zuvor.
Sehen alle Behandler:innen dieselben Patienten?
Ja — in einer Praxis arbeitet das klinische Team grundsätzlich gemeinsam: Ärzt:innen, Psycholog:innen, Pflege und Sozialarbeit sehen und dokumentieren alle Fälle der Praxis, ohne dass jemand jeden Fall einzeln freigeben muss. Das ist Vertretung und gemeinsame Behandlung im Alltag. Dabei gilt die Rollenmatrix: Ärzt:innen können alles (inkl. Verordnungen mit verifiziertem Profil), Psycholog:innen sehen Medikation, können sie aber nicht ändern, Pflege erfasst Verlaufeinträge und Team-Notizen, hat aber keine Diagnosen, Medikamentenänderungen oder KI. Therapeut:innen arbeiten weiterhin nur an zugewiesenen Fällen, Empfang und Leser:innen sehen keine klinischen Inhalte. Die Fallschlüssel werden automatisch für das ganze klinische Team hinterlegt — deckt jemand einen kranken Kollegen, öffnet sich die Akte trotzdem. Zusatzrechte kann die Praxisleitung pro Person in den Team-Einstellungen vergeben.
Kann ich pro Mitglied festlegen, wer welche Bereiche lesen oder bearbeiten darf?
Ja — im Praxis-Dashboard unter „Berechtigungen“ finden Sie eine Rechte-Matrix: Zeilen sind die Bausteine der Anwendung (Fälle, Patientenstamm, Dokumentation & Verlauf, Diagnostik & Labor, Medikation & Rezepte, Therapie, Beobachtung & Risiko, Fallbesprechung & Konsil, Empfang & Termine, KI-Assistenz), Spalten Ihre Teammitglieder. Pro Baustein vergeben Sie Lesen, Schreiben und Bearbeiten per Häkchen. Die Voreinstellung folgt der Rolle des Mitglieds; jede Änderung gilt praxisweit für alle Fälle. Unterabschnitte lassen sich einzeln ausblenden — etwa sieht die Pflege den Medikationsplan, aber nicht das Rezeptorprofil; auch die sechs Standard-Dokumenttypen (Anamnese, Verlauf, psychopathologischer Befund, Therapieverlauf, Medikationsdokument, Therapieplanung) sind pro Mitglied steuerbar. Verschreibungsberechtigungen bleiben ärztlichen Rollen vorbehalten, und per Klick setzen Sie jedes Mitglied auf den Rollenstandard zurück.
Kann ich KI-Credits pro Arbeitsgruppe begrenzen?
Ja. Auf dem Praxis-Dashboard (Nutzung) legen Sie monatliche Credit-Limits pro Arbeitsgruppe fest — z. B. Ärzt:innen, Psycholog:innen, Pflege, Empfang — plus einen Praxis-Standard für alle. Ein individuelles Mitgliedslimit hat Vorrang vor dem Gruppenlimit, das Gruppenlimit vor dem Praxis-Standard. Ohne jegliches Limit gilt nur der geteilte Pool. Alle Abbuchungen aus dem Pool werden pro Mitglied gezählt und in derselben Tabelle angezeigt.
Was kann der Empfang im eigenen Arbeitsbereich erledigen?
Der Empfangs-Arbeitsbereich bündelt den Praxistag an einem Ort: den Tagesplan aller Behandler:innen mit kompakten Spalten pro Person und Filterchips (Termine anlegen, verschieben, absagen, Patient:innen einchecken — das Wartezimmer zeigt Wartezeiten live), Aufgaben, die der Empfang direkt der behandelnden Person zuweisen kann (z. B. „Rezeptverlängerung angefragt"), die Patientenregistrierung mit Stammdaten — ohne Einblick in Fallakten — und den Dokumenten-Eingang: Mitgebrachte Unterlagen werden hochgeladen, einer Patientin/einem Patienten zugeordnet und sind für das Team abrufbar, alles bereits im Browser mit dem gemeinsamen Praxisschlüssel verschlüsselt. Welche Bereiche sichtbar sind, bestimmen Berechtigungen — die Praxisleitung kann sie in den Team-Einstellungen erweitern.
Wie bleiben gemeinsame Fälle verschlüsselt?
Jeder geteilte Fall hat einen eigenen AES-256-Fallschlüssel, der pro Teammitglied einzeln mit dessen persönlichem RSA-Schlüssel verschlüsselt („gewrappt") wird. Der Server speichert nur Ciphertext und gewrappte Schlüssel — er kann Inhalte nie lesen. Entzieht die Praxisleitung einen Fallzugriff, wird der gewrappte Schlüssel des Mitglieds gelöscht.
Tarife & Problemlösung
Was kostet Psychiatrie.Ink?
Die Einzelnutzung beginnt mit einer einmonatigen kostenlosen Testphase inklusive 500 KI-Credits, danach £29,99/Monat oder £287,99/Jahr (20 % Ersparnis); Pro Plus mit 1.500 Credits pro Monat kostet £59,99/Monat. Für Gemeinschaftspraxen gibt es die Praxis-Tarife mit Team-Workspace, Rollen und geteiltem KI-Credit-Pool: Praxis Starter (bis zu 4 Plätze, 1.500 geteilte Credits/Monat) für £95,99/Monat, Praxis Team (bis zu 8 Plätze, 4.000 Credits/Monat) für £179,99/Monat und Praxis Plus (bis zu 15 Plätze, 10.000 Credits/Monat) für £359,99/Monat. Alle Preise verstehen sich zuzüglich Mehrwertsteuer, die beim Checkout berechnet und erhoben wird. Enterprise-Bereitstellungen für Organisationen sind auf Anfrage in Entwicklung. Details finden Sie im Preisbereich weiter oben.
Kann ich eine Erstattung erhalten?
Die Einzelnutzung wird über die einmonatige kostenlose Testphase erprobt: ein voller Monat mit 500 KI-Credits, bevor etwas berechnet wird — kündigen Sie vor Ablauf, zahlen Sie nichts. Deshalb ist das im Anschluss an die Testphase gebuchte kostenpflichtige Abonnement nicht erstattungsfähig. Ging einem Kauf keine Testphase voraus — Praxis-Tarife und Direktkäufe wie KI-Credit-Pakete —, können Sie innerhalb von 14 Tagen ab dem ursprünglichen Kaufdatum per E-Mail an hello@psychiatry.ink eine vollständige Erstattung anfordern. Ausgeschlossen sind Verlängerungen, Anfragen nach Ablauf dieser 14 Tage, bereits eingelöste Geschenkgutscheine sowie betrügerische oder AGB-widrige Nutzung. Eine Kündigung stoppt künftige Verlängerungen, erstattet aber nicht von selbst den laufenden Abrechnungszeitraum. Bewilligte Erstattungen erfolgen über Stripe auf das ursprüngliche Zahlungsmittel. Die vollständige Erstattungsrichtlinie ist im Fußbereich verlinkt.
Was passiert, wenn meine KI-Credits aufgebraucht sind?
Es geht nichts verloren, und außer den KI-Aktionen stoppt nichts: Sie schreiben, bearbeiten und exportieren ohne Einschränkung weiter. Buchen Sie zusätzliche Credits oder warten Sie, bis sich Ihr monatliches Kontingent erneuert — dann läuft die KI-Unterstützung weiter.
Ich kann mich nicht anmelden — was tun?
Nutzen Sie zuerst den Link zum Zurücksetzen des Passworts auf der Anmeldeseite. Melden Sie sich unter derselben Adresse an, unter der Sie sich registriert haben — jede Edition (psychiatrie.ink, psychiatry.ink und die übrigen) hält Ihren verschlüsselten Arbeitsbereich getrennt in diesem Browser, eine andere Adresse wirkt deshalb leer — und stellen Sie sicher, dass Ihr Browser Cookies und lokalen Speicher dafür zulässt. Kommen Sie weiterhin nicht hinein, erreichen Sie uns über das Kontaktformular — wir helfen zeitnah.
Warum sehe ich meine Patienten auf einem anderen Gerät nicht?
Patientenidentifikatoren sind mit Schlüsseln verschlüsselt, die auf dem Gerät liegen, auf dem sie erstellt wurden — das ist das Zero-Knowledge-Prinzip. Für die Arbeit auf mehreren Geräten aktivieren Sie das verschlüsselte Konto-Backup mit Passphrase (Einstellungen → Datenschutz) und stellen es auf dem neuen Gerät wieder her; Cloud-Sync-Tarife halten klinische Inhalte geräteübergreifend verfügbar. Richten Sie diese Passphrase ein, BEVOR Sie sich anderswo anmelden — ein zweiter Browser erzeugt einen eigenen Schlüssel, und ohne Passphrase gibt es nichts, was den ursprünglichen Schlüssel dorthin überträgt (Ihre Daten bleiben im ersten Browser sicher, der zweite kann sie aber nicht lesen). Fehlen einzelne Inhalte — etwa Aufklärungen oder Notizen — auf dem zweiten Gerät, klicken Sie oben rechts im Dashboard auf „Jetzt synchronisieren"; das gleicht Fallakten, Identifikatoren, Aufklärungen und Notizen in einem Durchgang mit dem Konto ab.
Warum wird ein Eintrag nach dem Speichern als nicht gespeichert gemeldet?
Verlaufseinträge liegen inzwischen im großen IndexedDB-Speicher des Browsers (Gigabyte-Größenordnung) und sind von der knappen localStorage-Grenze nicht mehr betroffen — bestehende Einträge werden beim ersten Öffnen der Akte automatisch dorthin übernommen. Kann der Browser-Speicher dennoch nicht beschrieben werden (voll oder blockiert), meldet der Arbeitsbereich das sofort mit einer deutlichen Fehlermeldung, das Eingabefeld bleibt mit Ihrem Text geöffnet, und nichts wird fälschlich als gespeichert angezeigt. Zuvor gibt die App automatisch eigene, neu erzeugbare Zwischenspeicher frei und versucht es erneut; erscheint die Meldung trotzdem, geben Sie Speicherplatz im Browser frei (z. B. Website-Daten anderer Seiten löschen) und speichern Sie erneut. Damit es gar nicht erst so weit kommt, warnt ein Hinweisbanner in der Fallakte bereits, wenn der lokale Speicher zu etwa 80 % belegt ist — besonders wichtig auf verwalteten Klinik-Rechnern, auf denen sich Browser-Einstellungen nicht ändern lassen. Aktivieren Sie außerdem das Konto-Backup bzw. Cloud-Sync in den Einstellungen — dann sind Ihre Einträge zusätzlich unabhängig vom Gerätespeicher gesichert.
Wie bekomme ich Hilfe oder melde ein Problem?
Im Arbeitsbereich beantwortet der Hilfe-Assistent (das Fragezeichen-Symbol in der oberen Leiste) Fragen zu Funktionen und Workflows. Für alles, was er nicht lösen kann — Fehler, Abrechnung, Datenschutzanfragen — nutzen Sie das Kontaktformular; unser Team antwortet per E-Mail.
Ihre Frage war nicht dabei? Schreiben Sie uns über das Kontaktformular